Warum du öfter Teambuilding machen solltest (und 13 Dinge, die du tun kannst)

25 Aug ‘22
3
OpenUp Redaktion

Wenn elf Menschen auf dem Fußballplatz stehen, jeder mit seinem eigenen Ball, und jeder versucht, selbst ein Tor zu schießen, führt das zu eine einzigen großen Chaos. Stattdessen arbeitet die Mannschaft zusammen, um gemeinsam als Mannschaft ein Tor zu erzielen. Und genauso ist es auch in Unternehmen: eine Gruppe von Einzelpersonen mit individuellen Zielen ergibt noch kein Team. Eine Gruppe von Menschen, die zusammenarbeiten und gemeinsame Ziele verfolgen, schon. Aber wie baut man ein starkes Team auf? Und welche Rolle hat Teambuilding dabei?

 

In diesem Artikel erfährst du, was Teambuilding für den Aufbau eines guten Teams bedeuten kann und wie du am besten dabei vorgehst.

 

Warum ist Teambuilding wichtig?

 

Der Aufbau eines starken Teams umfasst mehr als die Rekrutierung von Menschen mit den richtigen Fähigkeiten, Denkweisen und Persönlichkeiten. Denk egal, wie gut eine Person ist, wenn sie nicht in einem effektiven und produktiven Team unterkommt, sind die Chancen gering, dass diese Person ihr volles Potenzial ausschöpfen kann.

 

Und an dieser Stelle kommt Teambuilding ins Spiel. Teambuilding ist das aktive Zusammenbringen von Teammitgliedern mit dem Ziel, ihre gegenseitigen Beziehungen zu stärken und zu vertiefen.

 

Wie bereits erwähnt, ist Teambuilding ein wichtiger Bestandteil bei der Bildung effektiver Teams, denn es…

 

1.   Stärkt das Vertrauen

 

Gegenseitiges Vertrauen ist eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen für ein effektives Team. Ein Teil unseres Gehirns ist nämlich ständig mit dem Wunsch beschäftigt, dazuzugehören. Wenn wir merken, dass wir irgendwo dazugehören, kommt dieser Teil unseres Gehirns zur Ruhe und macht Kapazitäten für andere Dinge frei.

 

Vertrauen führt zu einem sicheren Umfeld, in dem sich die Mitarbeitenden trauen, selbst Entscheidungen zu treffen, Fehler zu machen, ihre eigenen Ideen proaktiver vorzubringen und weniger Probleme damit haben, ihre Schwachstellen zu zeigen.

 

2.   Verbessert die Kommunikation

 

Egal, ob ihr zum Bowlen geht, in eine Karaoke- Bar oder zu einem Workshop – gemeinsam etwas Schönes zu unternehmen, ist immer auch ein gutes Kommunikationstraining. Es mag vielleicht seltsam klingen, aber dies ist eine gute Möglichkeit, sich gegenseitig auf informelle Weise kennenzulernen.

 

Du lernst die Kommunikationsstile anderer Menschen kennen und kannst gleichzeitig deine eigenen Kommunikationsfähigkeiten schärfen. 

 

Wenn es jemandem zum Beispiel schwerfällt, sich bei Meetings an Diskussionen zu beteiligen, können teambildende Aktivitäten ihm dabei helfen, dies unter weniger Druck zu üben.

 

3. Löst versteckte Konflikte

 

Mit Teambuilding-Aktivitäten schaffst du Raum für kleinere Meinungsverschiedenheiten, Wettbewerb oder andere Interaktionen, die am Arbeitsplatz nichts zu suchen haben. Dort steht oft Höflichkeit im Vordergrund, wodurch Konflikte verdrängt und unnötig verstärkt werden.

 

Teambuilding-Aktivitäten dienen als “soziale Normierungsaktivitäten”. Auf eine geschützte und spielerische Weise erforscht ihr als Team, welches Verhalten akzeptabel ist und wie ihr mit den Grenzen der anderen umgehen könnt. 

 

4.  Macht alle Beteiligten nahbar

 

Bei Teambuilding-Aktivitäten sind alle gleich. Vorgesetze oder Personen mit viel Erfahrung können am Arbeitsplatz unnahbar oder einschüchternd wirken, aber während eines gemeinsamen Drinks, eines Workshops oder einer anderen Aktivität ändert sich ändert sich dieser Eindruck in den meisten Fällen und der Vorgesetzte entpuppt sich als toller Mensch!

 

Dies war ein entscheidender Faktor in der Gründungsphase von Google: Es wurden Streethockeyspiele mit dem gesamten Unternehmen organisiert, bei denen jeder sein Bestes gab. 

 

5.   Verleiht dem Team neue Energie

 

Ein Tapetenwechsel sorgt für den idealen Energieschub. Wenn ein Team nach einem erlebnisreichen Tag ins Büro zurückkehrt, wirkt sich dies positiv auf den Energiepegel im Büro aus. Und es kann sich auch nachträglich noch bemerkbar machen, wenn man sich zum Beispiel wieder an die schönen Erlebnisse erinnert.

 

6.   Stärkt die Zusammenarbeit

 

Das klingt logisch, ist aber nicht weniger wichtig. Wenn sich die Teammitglieder nicht (gut) kennen, wird die Zusammenarbeit schwieriger. Durch tolle gemeinsame Unternehmungen lernen sich die Kollegen auf ungezwungene Weise besser kennen. Sie entwickeln Respekt füreinander, lernen, was den anderen begeistert oder in welchen Situationen dieser gereizt reagiert. Das alles ist gut für die Zusammenarbeit.

 

7.   Bietet Unterstützung bei hybriden Arbeitsmodellen

 

Wenn ein Teil des Teams nicht (immer) vom Büro aus arbeitet, beeinträchtigt dies die sozialen Bindungen. Gerade in solchen Situationen bietet es sich an, regelmäßige Teamaktivitäten zu organisieren. Versuche, das gesamte Team vor Ort zusammenzubringen, denn auf dem Bildschirm sehen sie sich schon oft genug.

 

8.   Verbessert Kreativität und Innovation

 

Teambuilding durchbricht die tägliche Routine. Ein Team aus seinem gewohnten Arbeitsumfeld herauszuholen, fördert die Kreativität und hilft, neue Erkenntnisse zu gewinnen.

 

Darüber hinaus wächst unsere Vorstellungskraft, wenn wir uns in einer Gruppe von Menschen befinden. Auch dies kommt der Kreativität zugute.

 

Und schließlich gilt: wenn Teammitglieder, die normalerweise wenig oder gar nicht miteinander zu tun haben, auf eine andere Art und Weise zusammengebracht werden, erhöht das auch die Wahrscheinlichkeit für kreative und innovative Ideen.

 

9.   Sorgt für zufriedene Teammitglieder

 

Gelegentliche Betriebsausflüge halten die Mitarbeitenden bei Laune. Auf diese Weise kann das Unternehmen seine Wertschätzung für den Beitrag, den jeder Einzelne an das Unternehmen liefert, zum Ausdruck bringen und ihn ermutigen, dies auch weiterhin zu tun.

 

6 Tipps für ein effektives und unterhaltsames Teambuilding 

 

Teambuilding muss natürlich nicht bedeuten, dass man mit seinen Kollegen ein Floß baut. Oder einen Turm aus Spaghetti und Marshmallows. Denn darauf haben nur wenige Menschen Lust. Die nachfolgenden Rahmenbedingungen sorgen dafür, dass dein Teambuilding tatsächlich Spaß macht und gleichzeitig einen Mehrwert bietet.

 

  1. Lege nicht zu viel Wert auf die vermittelten Lektionen, sondern stelle den Spaß in den Vordergrund. Wähle eine Tätigkeit, die den Mitarbeitenden auch tatsächlich gefällt. Die daraus gezogenen Lehren sind dann zwar weniger eindeutig, aber nicht weniger wertvoll.
  2. Setze auf analog! Online-Treffen machen nicht so viel Spaß wie Treffen im wirklichen Leben, und eine persönliche Verbindung über den Bildschirm zu finden, ist einfach nicht so leicht. Organisiere dein Teambuilding-Event daher offline. Sorge auch dafür, dass Mitarbeitende, die sonst im Homeoffice arbeiten, dabei sein können.
  3. Organisiere die Aktivität während der Arbeitszeit. Wenn du die Teambuilding-Maßnahme während der Arbeitszeit organisierst, stellst du sicher, dass mehr Menschen teilnehmen können, und unterstützt eine gesunde Work-Life-Balance, da freie Zeiten entsprechend berücksichtigt werden.
  4. Binde alle mit ein. Bei einer Teambuilding-Aktivität ist die Einbeziehung der Teilnehmer wichtig. Achte darauf, Aktivitäten zu wählen, an denen jeder teilnehmen kann.
  5. Teambuilding kann auch in einer Stunde durchgeführt werden. Und auch kurze wöchentliche oder monatliche Teambuilding-Aktivitäten sind sinnvoll. Zum Beispiel in der Mittagspause. Auf diese Weise sorgst du dafür, dass Teambuilding in den Arbeitsalltag integriert wird. Schließlich haben wir ständig das Bedürfnis nach einem Gefühl der Zugehörigkeit.
  6. Teambuilding ist etwas, das man auch alleine machen kann. Ein starkes Team beruht nicht nur auf starken gegenseitigen Beziehungen. Es ist auch abhängig von psychisch gesunden Menschen. Gemeinsam mit dir unterstützt OpenUp bis zu 100%  deiner Mitarbeitenden dabei, ihre psychische Gesundheit zu stärken und ihre Arbeitsleistung durch eine Verbesserung des psychischen Wohlbefindens zu steigern.

 

13 Aktivitäten, an denen Teams Spaß haben

 

Aber welche Aktivität soll es sein? Du willst dich schließlich nicht wiederholen oder auf Standardoptionen zurückgreifen. Diese Liste hilft dir bei der Entscheidung:

 

1. Gesellschaftlich verantwortungsvolle Aktivitäten: Leistet einen Tag lang Freiwilligenarbeit oder geht mit Plastic Whale auf Plastikfang.

 

2. (Wöchentliches) Pubquiz: Zum Beispiel am Freitagnachmittag vor dem traditionellen gemeinsamen Getränk zum Start ins Wochenende. Gestalte die Fragen teils allgemein, teils über das Unternehmen und teils über das Team.

 

3.Talentshow: Organisiere „Das Supertalent“, wo Einzelpersonen oder Gruppen von Kollegen ihre fantastischen Fähigkeiten unter Beweis stellen können. Teammitglieder, die lieber nicht im Mittelpunkt stehen möchten, können als Publikum oder Jury mitwirken.

 

4. Kochkurs: Wähle eine spannende Länderküche aus. Oder begeistere das Team, indem ihr euch in der vegetarischen oder veganen Küche ausrpobiert.

 

5. Höhle des Löwen: Organisiere einen „Höhle der Löwen“-Nachmittag. Dabei kann es sowohl ernsthaft zugehen – wenn Mitarbeitende ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung für das Unternehmen vorschlagen – oder auch ganz trivial. Zum Beispiel, wenn es um neue Gerichte auf der Mittagskarte geht.

 

6. Bring deinen Hund zur Arbeit mit: Wenn Menschen und Hunde zusammenkommen, entfaltet sich dabei oft etwas.

 

7. Teamausflug: Entziehe dein Team dem Alltag und macht einen gemeinsamen Kurzurlaub. Ein interessanter Ort zum Übernachten, zum Beispiel ein Baumhaus oder eine Jurte, macht diesen Ausflug zu etwas ganz Besonderem.

 

8. Escape-Room: Es gibt keine bessere Möglichkeit, sich gegenseitig kennen zu lernen, als bei einer guten alten Escape-Room-Session.

 

9. Mockumentary: Bitte verschiedene (Teil-)Teams einen Dokumentarfilm über ihren “Tag im Büro” zu drehen. Die kurzen 5-minütigen Filme werden anschließend bei einem Freiluftkino auf der Dachterrasse gezeigt.

 

10. Organisiere eine Verkostung: Von Bier und Käse bis hin zu Wein oder sogar Schokolade. Wusstest du, dass Bier und Käse sehr gut zusammenpassen können?

 

11. Mixology-Kurse und (Mock-/)Cocktail-Wettbewerb: Die Zubereitung ausgefallener Drinks in ungezwungener Atmosphäre kann dazu beitragen, die Teammitglieder einander näher zu bringen. Dein Team kann auch gemeinsam einen eigenen Cocktail kreieren (der natürlich nicht unbedingt Alkohol enthalten muss).

 

12. Team-Playlist: Legt eine Team-Playlist auf Spotify an, zu der jeder seine Songs hinzufügen kann. Spielt diese bei euren Teambuilding-Aktivitäten ab. Es kann ziemlich lustig sein, zu erraten, wer welches Lied hinzugefügt hat. 

 

13. Wochenende in einem GIF: Beginne den Montagmorgen, indem du alle darum bittest, ein GIF in der Gruppen-App oder auf Slack zu posten, das ihr Wochenende beschreibt. Sprecht anhand dieser GIFs gemeinsam über die Wochenenden aller Mitarbeitenden, bevor die Arbeitswoche offiziell beginnt.

 

Mit diesen Tipps kannst du eine starke Mannschaft aufbauen, die ein Tor nach dem anderen erzielt. Auf der Grundlage von gegenseitigem Vertrauen, guter Kommunikation, Energie, Zusammenarbeit, Kreativität und Spaß!