5 Dinge, die du jetzt tun kannst, um ein*e bessere*r Manager*in zu werden

31 Aug ‘22
4 min
OpenUp Redaktion
illustratie van een goede manager
Ein*e gute*r Manager*in wird man nicht im Schlaf: Es ist harte Arbeit. Und das Kontinuierlich. Denn egal, ob du gerade erst als Manager*in anfängst oder schon seit Jahren in der Branche tätig bist, es gibt immer Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln. Denn nicht umsonst sagte John F. Kennedy: “Führung und Lernen sind füreinander unverzichtbar.”

 

Wir sagen dir, welche Schritte du machen kannst, um eine gute Führungskraft zu werden.

 

1. Denke über die Manager*innen nach, die du schätzt

 

Die ersten Schritte als Führungskraft können schwierig sein. Du fühlst dich vielleicht wie Bambi auf Eis. Es ist hilfreich, sich Manager*innen anzuschauen, die du magst und die dich inspirieren, die dir zeigen, wie du es auch machen willst. Aber auch später im Berufsleben ist es immer noch wertvoll, andere zu beobachten.

 

Überlege, wen du in deiner bisherigen Laufbahn als Führungskraft wirklich gemocht hast. Schreibe die Stärken dieser Person auf und wie du diese in die Praxis umsetzen kannst. Schaue dir diese Liste regelmäßig an, damit du dich an diese spezifischen Punkte erinnerst.

 

Verliere dabei deine eigene Persönlichkeit nicht aus den Augen. Wenn du normalerweise im Anzug zur Arbeit kommst und morgen plötzlich in Turnschuhen und Rollkragenpullover auftauchst, weil Steve Jobs das auch so gemacht hat, ignorierst du wahrscheinlich deinen eigenen Charakter (und Stil).

 

2. Spreche mit andere Manager*innen

 

Wer könnte besser lehren, wie man ein*e gute*r Manager*in ist, als ein*e gute*r Manager*in? Wenn du Tipp eins befolgt hast, hast du wahrscheinlich schon eine Liste mit guten Vorbildern in deinem Netzwerk im Kopf. Lade sie zu einer Tasse Kaffee ein, um über ihre Misserfolge und Erfolge zu sprechen. Wir sind uns sicher, dass sie ihre Erfahrungen gerne weitergeben werden.

 

Du kannst auch mit andere*n Manager*innen sprechen, die du noch nicht kennst, zum Beispiel in einer Peer-Review-Gruppe oder einem Mastermind. Dabei sprichst du mit einer bestimmten Anzahl – oft weniger als zehn – deine*r Kolleg*innen und man hilft sich gegenseitig, seine Arbeit zu verbessern.

 

Es gibt etwas für jeden Sektor oder jede Funktion: Mache eine Google-Suche oder – noch besser – veröffentliche einen Aufruf für Tipps auf deinem LinkedIn. Auch die Gründung einer eigenen Gruppe ist immer eine Option!

 

3. Entdecke die Einzigartigkeit eines jeden Teammitglieds und nutze diese

 

Eine Umfrage der Harvard Business Review unter 80.000 Manager*innen ergab, dass es zwar so viele Führungsstile wie Führungskräfte gibt, dass sich gute Manager*innen jedoch durch eine Gewohnheit von den anderen unterscheiden: Gute Manager*innen nutzen Zeit und Aufmerksamkeit, um die Talente, Eigenheiten und Schwächen jedes einzelnen Teammitglieds zu entdecken. Sie überlegen, wie sie diese für das Allgemeinwohl nutzen können.

 

Auf diese Weise gibst du deinen Teammitgliedern die Rollen, in denen sie ihre Talente am besten einsetzen können. Dies ist lohnender als der Versuch, Mitarbeiter*innen für Aufgaben und Rollen zu motivieren, die sie weniger gut können oder nicht mögen. Es zeigt auch, dass du deine Mitarbeitenden so siehst, wie sie wirklich sind. Das stärkt den Zusammenhalt und macht das Team als Ganzes stärker.

 

4. Entwicklung einer gemeinsamen Vision und Strategie

 

Untersuchungen von Google zeigen, dass die besten Führungskräfte eine klare Vision und Strategie für ihr Team haben. Teammitglieder sind produktiver und setzen ihre Prioritäten besser, wenn sie sich über das übergeordnete Ziel im Klaren sind. Vor allem, wenn die Vision und die Strategie gemeinsam mit dem Team entwickelt werden, werden die Mitarbeiter*innen motivierter.

 

Sobald ihr eine solche gemeinsame Strategie entwickelt haben, solltest du das Team regelmäßig über die Fortschritte auf dem Weg zu diesem Ziel informieren. Auf diese Weise schaffst du Transparenz, motivierst deine Mitarbeiter*innen, ihr Bestes zu geben, und hast die Möglichkeit, verständliche Anpassungen vorzunehmen, wenn das Team vom Weg abkommt.

 

5. Informiere dich und sei offen, deine Meinung zu ändern

 

Eine Führungskraft zu sein bedeutet nicht, dass du alle Antworten haben musst. Es ist in Ordnung, dass du nicht alles weißt und nicht auf alles eine Antwort hast. Auch die Harvard Business School-Professorin Amy Edmondson sagt: “Eine der Herausforderungen für Führungskräfte besteht darin, […] zu erkennen, dass man selbst nicht die Antwort hat.”

 

Zögere also nicht, sich häufig von deinem Team informieren zu lassen: Verständlicherweise haben sie einen besseren Einblick, was genau bei der Arbeit vor sich geht, als du selbst.

 

Und wenn dein Team eine andere Vorstellung davon hat, wie bestimmte Prozesse organisiert werden sollten oder in welche Richtung ein Projekt gehen sollte, kannst du gerne deine Meinung ändern. Das Prinzip “das stärkste Argument gewinnt, nicht das älteste” wird dich sehr weit bringen!

 

Es gibt kaum etwas Frustrierenderes als einen starren Manager, der sich an Prozesse hält, nur “weil wir das immer schon so gemacht haben”. Nur wenige sind so mächtig wie ein*e Manager*in, der/die mitbewegt und wächst.

 

Jede*r Manager*in ist einzigartig

 

Welche Tipps du auch immer befolgst, denke daran, dass jede Führungskraft einzigartig ist und dass es Zeit braucht, um deinen eigenen Führungsstil zu entwickeln. Bambi hatte einen etwas holprigen Start, aber mit ein wenig Hilfe war er im Handumdrehen einsatzbereit, als hätte er nie etwas anderes gemacht.

 

👉 Hast du das Bedürfnis, mehr über deine Rolle als Führungskraft zu erfahren? Zum Beispiel über eine bestimmte Situation oder wie du in deiner Rolle wachsen kannst? Vereinbare einen Beratungstermin mit einem unserer Psychologen*innen. Sie sind da, um dich zu unterstützen!