Pride und mentales Wohlbefinden: Wie hängt beides zusammen?

1 Jun ‘24
6 min
Sinngebung
Lifestyle
Niamh Pardi
Überprüft von Psycholog*in Judith Klenter
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Jedes Jahr im Juni findet der Pride-Monat statt. In vielen Großstädten weltweit, wie zum Beispiel in New York, London, Barcelona oder Wien, werden anlässlich dieses Gedenkmonats Pride-Paraden veranstaltet. Einige Städte wie Berlin feiern den Christopher Street Day jedoch erst im Juli, inklusive der berüchtigten Parade.

 

Hinter all dem Glanz und Glitter steht aber eine ernsthafte Angelegenheit: Die Pride ist dafür da, um Leistungen und Herausforderungen einer vielfältigen Community zu würdigen und natürlich, um Forderungen für Empathie und Solidarität kundzugeben. In diesem Artikel erfährst du, was Pride bedeutet und wie du dein mentales Wohlbefinden verbessern kannst, indem du dich für Akzeptanz und Inklusion einsetzt. 

 

Was ist Pride? 

 

Obwohl die Pride heute in zahlreichen Ländern weltweit gefeiert wird, begann sie am 28. Juni 1969 mit den Stonewall-Unruhen als Protestveranstaltung. An diesem Tag wehrte sich die LGBTQIA+-Community gegen eine Polizeirazzia in einer queeren Bar in Manhattan, New York. Die Bar befindet sich übrigens in der Christopher Street – daher auch die Bezeichnung Christopher Street Day, die in Deutschland oft verwendet wird. Durch die Berichterstattung in den Medien wurde der Kampf der LGBTQIA+-Community sichtbar und das Bewusstsein für die Notwendigkeit, für gleiche Rechte einzutreten, gestärkt.

LGBTQIA+...was heißt das eigentich?

LGBTQIA+” ist eine Abkürzung aus dem Englischen, die verschiedene Identitäten repräsentiert: lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle/Transgender-, queere, intersexuelle und asexuelle Menschen. Was bedeuten die einzelnen Begriffe genau und warum wird die Abkürzung LGBTQIA+ oft verwendet? Das erfährst du hier ganz einfach erklärt

Im Grunde geht es bei Pride darum, anderen das Gefühl zu geben, wertgeschätzt und akzeptiert zu werden, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität. Wenn wir Vielfalt feiern und annehmen, machen wir positive Schritte in Richtung eines besseren mentalen Wohlbefindens für alle. 

 

 „Gleichberechtigung bedeutet mehr als die Verabschiedung von Gesetzen. Der Kampf wird in den Herzen und Köpfen der Menschen ausgetragen, dort, wo es wirklich zählt.” – Barbara Gittings

 

Die Bedeutung von Pride für das mentale Wohlbefinden

 

Pride bietet uns eine hervorragende Gelegenheit, um die LGBTQIA+-Community und die Vielfalt in unserer eigenen Belegschaft zu feiern. Pride kann uns wieder daran erinnern, aufgeschlossener zu sein und andere so zu akzeptieren, wie sie sind. 

 

Während des Pride-Monats und darüber hinaus können wir versuchen, uns mit Menschen zu solidarisieren, die sich vielleicht noch nicht wohl genug fühlen, um ihr wahres Ich (am Arbeitsplatz zu zeigen). Das ist besonders wichtig, denn ein Eckpfeiler des mentalen Wohlbefindens ist es, dass sich jede*r psychisch sicher fühlt.

 

📚 Lies unseren Blogpost: Wie du psychologische Sicherheit oder einen Mangel davon am Arbeitsplatz erkennst

 

Pride trägt dazu bei, dass sich alle von der Gesellschaft wertgeschätzt und akzeptiert fühlen, was für das mentale Wohlbefinden unerlässlich ist. Werfen wir einen Blick darauf, wie das Feiern von Pride das mentale Wohlbefinden für alle verbessern kann:

 

  • Verbindung: Jeder Mensch kann sich von Zeit zu Zeit einsam fühlen, und wir wissen, dass Verbindung für jeden wichtig und ein Eckpfeiler für ein positives mentales Wohlbefinden ist. Pride kann das Gefühl der Integration, der Verbundenheit und der Gemeinschaft durch Veranstaltungen, Paraden und einen positiven Medienfokus fördern.

 

  • Identität: Wenn Menschen sich bestätigt fühlen und ihre Identität respektiert wird, kann sich das mentale Wohlbefinden positiv entwickeln. Das Zusammensein mit anderen und das gemeinsame Feiern können dazu beitragen, dass Menschen ein positives Gefühl für sich selbst und ein Gefühl der Akzeptanz entwickeln.

 

  • Allyship: Pride inspiriert die Gesellschaft oft dazu, ihre Unterstützung zu zeigen und sich für die LGBTQIA+-Community in Form von Allyship einzusetzen. Die Harvard Business Review definiert das als  „ein lebenslanger Prozess des Aufbaus und der Pflege von unterstützenden Beziehungen zu unterrepräsentierten, marginalisierten oder diskriminierten Personen oder Gruppen mit dem Ziel, die Integration voranzutreiben”. Verbündete können einen sicheren Raum und eine Quelle der Ermutigung bieten, wenn die Dinge schwierig sind.

 

  • Repräsentation: Eine solche globale Veranstaltung kann das mentale Wohlbefinden steigern, indem sie den Menschen die Repräsentation bietet, die sie brauchen. Es ist auch eine Möglichkeit, die große Vielfalt unserer Gesellschaft über mehrere Generationen hinweg offen anzusprechen.

 

  • Etwas zurückgeben: Die Forschung zeigt, dass es gut für unser mentales Wohlbefinden ist, wenn wir etwas zurückgeben. Es gibt uns ein Gefühl von Sinn, Zugehörigkeit und Dankbarkeit. Wenn du an Gruppenaktivitäten wie der Pride teilnimmst, fühlst du dich positiver, weil du einen Beitrag zum Allgemeinwohl leistest. Egal, ob du an einer Parade teilnimmst, ein Treffen organisierst oder dich für eine gute Sache engagierst, die Chancen stehen gut, dass du dich dabei gut fühlst! 

 

Fazit

 

Sich wertgeschätzt, akzeptiert und für unsere Identität anerkannt zu fühlen, ist wichtig für unser mentales Wohlbefinden. Echte Fürsorge, Neugier und die Bereitschaft, etwas zu lernen, sind ein wichtiger Beitrag zur Unterstützung vielfältiger Gemeinschaften – nicht nur im Pride Month, sondern das ganze Jahr über. 

 

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